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Bastian Schnittger

Lead of Education

Die Mutter der IT-Kompanie

Bastian Schnittger leitet die Ausbildung bei 5Minds. Sein Rüstzeug hat er sich einst als Offiziersanwärter bei der Bundeswehr geholt. Seine Erfahrungen dort helfen ihm heute, es besser zu machen als seine früheren Ausbilder.

Ein Studium kurz vor der Abschlussprüfung hinzuschmeißen, mag aus vielerlei Gründen unsinnig erscheinen. Zumal in Deutschland, wo Zeugnis und Zertifikat oft mehr beeindrucken als Talent und Teamfähigkeit. Wer es dennoch tut, erntet häufig Kopfschütteln. Bastian Schnittger war das völlig egal. Sein Bauch sendete Signale an den Verstand, dass Mut wichtiger war als das Urteil der anderen.

Damals lebte Bastian in München. Als Berufssoldat war er in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Ein Studium der Elektrotechnik im Rahmen seiner Vertragslaufzeit sollte ihn fit machen für künftige Aufgaben bei der Bundeswehr. Eine erfolgreiche Abschlussprüfung hätte ihn weitere vier Jahre an seinen Arbeitgeber gebunden, dessen Organisationskultur ihn allerdings zunehmend nervte.

Wagnis statt Nummer sicher

„Mir war klar geworden, dass die Art und Weise der Menschenführung bei der Bundeswehr einfach nicht kompatibel war zu meinem Wesen. Und bevor ich ins Unglück gerannt wäre, hab ich mich besser verabschiedet“, sagt Bastian. Neuanfang statt Offizierslaufbahn. Wagnis statt Nummer sicher.

Ein paar Jahre später sitzt er in seinem Homeoffice in Gelsenkirchen, ausgerüstet mit einem Mindset, das Veränderungen nicht scheut, sondern als Chance begreift, und erzählt im Videocall von seinem Werdegang. „Ich bereue überhaupt nichts, sondern habe das Gefühl, dass ich alles richtig gemacht habe.“

Werkstudent:innen und Azubis unter seinen Fittiche

Statt eine Kompanie in Uniform zu kommandieren, leitet Bastian heute die Ausbildung bei 5Minds IT-Solutions. Fast 20 Werkstudent:innen und Azubis hat er unter seinen Fittichen. Das sind 20 verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen Stärken, von denen manche auf Kommandos sensibler reagieren als andere und trotzdem tun müssen, was Bastian ihnen sagt. Das klingt fast wie bei der Bundeswehr – vom Regen in die Traufe quasi.

„Nee, nee, Menschenführung läuft bei uns komplett anders als in der Kaserne. Aber tatsächlich profitiere ich hier enorm von den Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe“, sagt Bastian. Seine Maxime lautet „Führung durch Vorbild“ – wie einst bei der Bundeswehr, nur völlig anders interpretiert: kompromissbereiter, weniger hierarchisch, flexibler.

Gemeinsame Lösungswege suchen und begehen

Und dennoch: Zielstrebigkeit und eine Prise Disziplin sind elementare Bestandteile von Bastians Erwartungshaltung an die Berufseinsteiger. „Mir ist aber völlig klar, dass nicht jede:r gleichermaßen tickt und meine Ansprüche und die des Unternehmens entsprechend unterschiedlich formuliert werden müssen.“ In der praktischen Umsetzung bedeutet das: Stärken des oder der Einzelnen zu fördern, seine oder ihre Schwächen zu akzeptieren und gemeinsame Lösungswege zu suchen und zu begehen. „Letzten Endes ist jede:r Mitarbeiter:in auch eigenverantwortlich für den eigenen Erfolg. Ich werde nicht versuchen, jemanden durch einen Militärton auf die richtige Spur zu bringen. Stattdessen will ich den Rahmen schaffen, in dem Mitarbeiter:innen ihren Erfolgsweg finden“, sagt Bastian.

Freude der Azubis als Gradmesser für die eigene Arbeit

Er hat bei der Bundeswehr gelernt, wie belastend ein Arbeitsumfeld sich auf die eigene Leistung auswirken kann. Deswegen nimmt er sich vor, Azubis und Werkstudent:innen Druck und Ängste zu nehmen, die sie hemmen könnten, ihr Potenzial zu entfalten. Denn gute Leistungen im Beruf sind nicht nur die Folge von Talent und Wissen, sondern vor allem auch von einem sorgenfreien Arbeitsumfeld.

Wer als Teenager von der Schule in den Job wechselt, bringt selten schon das Selbstverständnis mit, Nebengeräusche am Arbeitsplatz auszuschalten. Hier setzt Bastians Aufgabe an. „Wenn ich sehe, dass die jungen Leute Freude haben an dem, was sie tun und morgens gerne ins Büro kommen, dann ist das ein Indikator dafür, dass ich einen guten Job mache“, sagt Bastian.

Anfänge als Programmierer

Ein anderer Indikator ist in Zeiten des Fachkräftemangels die Quote derer, die auch nach der Ausbildung im Unternehmen bleiben. Zumindest teilweise, denn nicht immer reichen eine gute Arbeitsatmosphäre oder vielversprechende Karrierepfade dazu aus, den Nachwuchs zu halten. Und manchmal passen die Fähigkeiten von Auszubildenden einfach nicht zur Zielsetzung von 5Minds, und eine Trennung ist dann sinnvoller als der Verbleib.

Programmieren kann Bastian übrigens auch und auch sein Studium hat er im zweiten Anlauf erfolgreich abgeschlossen. Sonst wäre er wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, sich bei 5Minds zu bewerben. Er leitet noch immer Projekte, in denen seine Fähigkeiten als Entwickler gefragt sind. Doch er gibt auch zu, dass er mit den Spezialisten nicht mehr so einfach mithalten kann. Dafür beansprucht ihn die Leitung der Ausbildung zu sehr, dass er diese Lücke kurzerhand schließen könnte.

Doch als Ratgeber taugt Bastian in technischen Fragen immer noch. Und für alle anderen Probleme steht er ohnehin immer zur Verfügung. So wie es sich für die Mutter der IT-Kompanie eben gehört.

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