von Martin Möllenbeck (CEO 5Minds IT-Solutions)

„Frag halt“ –
aber die Richtigen

Vielseitigkeit als eine Ausprägung des Expertentums verstehen

Entscheidende Bedeutung für die Entwicklung von passgenauer Software hat die Problemfindung. IT-Unternehmen der Zukunft sind deshalb gefordert, Vielseitigkeit statt Spezialistentum zu fördern. Denn sie liefert den Schlüssel zu den richtigen Fragen.

von Martin Möllenbeck (CEO 5Minds IT-Solutions)

„Frag halt“ –
aber die Richtigen

Vielseitigkeit als eine Ausprägung des Expertentums verstehen

Entscheidende Bedeutung für die Entwicklung von passgenauer Software hat die Problemfindung. IT-Unternehmen der Zukunft sind deshalb gefordert, Vielseitigkeit statt Spezialistentum zu fördern. Denn sie liefert den Schlüssel zu den richtigen Fragen.

Fragen stellen

Ein elementar wichtiger Bestandteil der Software-Entwicklung ist die Phase der Problemfindung. Denn um maßgeschneidert programmieren zu können, müssen wir als Anbieter exakt wissen, was die Bedürfnisse der AnwenderInnen sind.

„Frag halt“, klingt nach einem Patentrezept, um diesen Bedürfnissen auf den Grund zu gehen. Doch ich stelle immer wieder fest, dass es keineswegs so einfach ist. Wer fragt, bekommt zwar eine Antwort, die das Problem vermeintlich definiert. Doch ob damit das optimale Resultat erreicht wird, erfahren alle Beteiligten erst, wenn die Software schon gebaut ist.

Ursachen für Missverständnisse verstehen

Anders gesagt: Es gibt eine Wahrscheinlichkeit, dass Fragesteller:innen und Antwortgeber:innen aneinander vorbei reden. Die Konsequenzen können viel Zeit und Geld kosten. Nämlich wenn der/die Anwender:in in der Testphase der neuen Software bemerkt, dass das Problem keineswegs optimal gelöst worden ist.

Um die Höhe dieser Wahrscheinlichkeit zu senken, müssen wir die möglichen Ursachen für die Missverständnisse verstehen. Sie liegen einerseits darin, dass die Befragten nicht die richtigen Ansprechpartner:innen sind. Und andererseits stellen wir als Entwickler:innen möglicherweise die falschen Fragen.

martin.moellenbeck

Martin: „Es ist ein Trugschluss, dass der Mangel an Tiefe, die man nur als Spezialist:in aufweisen kann, dem/der Vielseitigen an anderer Stelle fehlt."

Multitool
Vielfältigkeit ist nicht das Problem, sondern die Lösung

Neues Profil unseres Unternehmens

Als Anbieter haben es jedoch selbst in der Hand, beide Eventualitäten drastisch zu minimieren. Denn wir sind es, die sich die richtigen Ansprechpartner:innen suchen können. Kein Unternehmen der Welt wird es uns als Entwickler:innen verwehren, mit denjenigen zu sprechen, die wir als relevante Quellen betrachten. Denn natürlich will ein Management ein bestmögliches Produkt, wenn es eigene Ressourcen investiert, um auf eine neue Software umzusteigen.

Doch um uns selbst in die Lage versetzen zu können, die richtigen Gesprächspartner:innen auf Kundenseite zu finden, bedarf es eines neuen Profils unseres eigenen Unternehmens. Dieses neue Profil zeichnet auch Sylvia Kern in ihrem Buch „Future Skill Vielseitigkeit“. Der Begriff Vielseitigkeit klingt profan, weil er im Beruflichen seit Jahr und Tag gerne verwendet wird. Wer würde denn nicht von sich behaupten, vielseitig zu sein?

Lösungen variabel denken

In Wahrheit ist es aber so, dass echte Vielseitigkeit durchaus fortgeschrittene Kenntnisse und Fähigkeiten in zahlreichen Domänen verlangt, die über weit verbreitetes Basiswissen hinausgeht. Dennoch darf der Anspruch nicht sein, dass ein:e vielseitige:r Arbeitnehmer:in in einzelnen Bereichen zudem noch Spezialist:in ist.

Vielseitigkeit genügt als Schlüssel zur Problemfindung. Denn während Spezialist:innen die Suche nach dem Problem vornehmlich in der vertrauten Domäne suchen und aus Mangel an Alternativen dort auch fündig werden müssen, grast die Vielseitigkeit ein interdisziplinäres Feld ab. Sie kann Prozesse aus verschiedenen Bereichen miteinander verknüpfen und Lösungen variabel denken, wo dem Spezialisten oder der Spezialistin Grenzen gesetzt sind.

Raum zur Entwicklung aller Neigungen und Talente

Es ist ein Trugschluss, dass der Mangel an Tiefe, die man nur als Spezialist:in aufweisen kann, dem/der Vielseitigen an anderer Stelle fehlt. Wer vielseitig aufgestellt ist, ist in der Lage, den Expert:innen Fragen zu stellen und zu verstehen, was diese vermitteln. Umgekehrt ist ein:e Spezialist:in jedoch nicht in der Lage, die richtigen Fragen in einer anderen Domäne zu formulieren.

Für das Unternehmen der Zukunft bedeutet das, Mitarbeiter:innen nicht frühzeitig festzulegen und sie in eine immer tiefere Sackgasse der Kompetenz zu steuern, sondern ihnen Raum zu lassen, damit sie ihre Neigungen und Talente in ganzer Breite kennen lernen und entwickeln können.

Vielseitigkeit als eine Ausprägung des Expertentums

Dazu gehört auch, dass die Wertschätzung für Vielseitigkeit erhöht werden muss. Nicht als Spezialist:in zu gelten in einer bestimmten Domäne, darf kein Makel sein. Stattdessen müssen wir Vielseitigkeit als eine Ausprägung des Expertentums verstehen.

Bei 5Minds haben wir begonnen, diesen Weg einzuschlagen. Kund:innen treffen auf Mitarbeiter:innen, die in der Lage sind, über den Tellerrand hinauszuschauen und Probleme dort zu identifizieren, wo es sie wirklich gibt. Nicht im kleinsten Detail Bescheid zu wissen, sondern vielseitiges Verständnis zu entwickeln, ist dagegen kein Problem, sondern die Lösung.

Sie möchten mit uns gemeinsam Ihre Prozesse digitalisieren?

Schreiben Sie uns gerne an! Mir melden uns zeitnah bei Ihnen zurück und vereinbaren einen gemeinsamen Termin für Ihr kostenloses Erstgespräch – per Videocall oder Vorort.

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